10 000 Dinge. Dinge, die andere Menschen meistens nicht aufbewahren. Genau das sammelte der belgische Philosoph Jaap Kruithof (1929-2009). Seine persönliche Absage an die Wegwerfkultur. Der Hälfte der Kruithof-Sammlung wird jetzt neues Leben eingehaucht: Die Künstler Guy Rombouts und Benjamin Verdonck verarbeiten sie zu bildender Kunst. Sie erstellen eine neue Installation mit den Objekten.

Welche Objekte sind es wert, aufbewahrt zu werden, und welche nicht? Der belgische Philosoph Jaap Kruithof   dachte häufig über diese Frage nach. Er war entrüstet über die Wegwerfkultur und sammelte aussortierte und billige Gegenstände. Um die 10 000 Objekte, die nach seinem Tod dem MAS vermacht wurden. 

 Gemeinsam mit zahlreichen Partnern, mit der Familie Kruithof vorneweg, entwarf das MAS 2018 einen Plan für diese Sammlung. Die Hälfte wurde zur philosophischen Museumssammlung, die andere Hälfte der Sammlung sollte eine aktive Rolle in der Gesellschaft spielen.

In der Zwischenzeit widmen sich die Künstler Guy Rombouts und Benjamin Verdonck dieser Museumssammlung und schaffen mit den Objekten neue bildende Kunst. Diese Kreation regt zu Gedanken und Emotionen rund um den Wert der Dinge an.

Mit der anderen Hälfte der Sammlung initiierte das MAS ein Upcycling-Projekt, bei dem interessierte Personen oder Organisationen den Exponaten aus der Kruithof-Sammlung neues Leben einhauchen dürfen.

Das MAS hält hierzu 5.000 Dinge in 80 Kartons bereit. Bedingung ist, dass alle gewählten Gegenstände wiederverwertet werden. Der neue Eigentümer darf sie weder verkaufen noch entsorgen. Auch eine Rückgabe an das MAS ist ausgeschlossen. Auf diese Weise wird Kruithofs Sammlung der Gesellschaft zurückgegeben. Was zu überraschenden Ergebnissen führt. 

Praktisch